Donnerstag, 28. Februar 2008

Oh say, can't you see... - FOTOS JETZT ONLINE!


Liebe Leser,

hier kommt endlich der versprochene Eintrag zum Fulbright-gesponsorten Trip nach Washington D.C.!

Irgendwie ist es schon verrückt, jetzt bin ich seit einem halben Jahr in den USA, und habe das Land schon fünfmal im Flugzeug überquert. Der letzte Trip führte mich direkt ins politische Zentrum der vereinigten Staaten und einen der Brennpunkte der Weltpolitik! Doch der Reihe nach:

Ende vergangenen Jahres kündigte mein Stipendiengeber an, mich auf ein sogenanntes "Cultural Enrichment Seminar" an die Ostküste schicken zu wollen - unter Übernahme aller Spesen, versteht sich. Dazu habe ich natürlich nicht nein gesagt, und so bestieg ich letzte Woche den Flieger nach Washington!
Bei der Ankunft fand ich mich, völlig erschlagen von der durch mehrmaliges Umsteigen und drei Stunden Zeitverschiebung geprägten Nacht, in einem todesvornehmen Hotel wieder, zusammen mit weit über hundert anderen Gaststudenten aus allen Ecken der Erde, die gerade an allen möglichen Orten der USA ein Auslandsjahr (oder mehr) verbringen, allerdings vornehmlich an eher gehobenen Adressen (Harvard U, MIT, Berkeley waren mit am häufigsten vertreten).
Das Seminarprogramm bestand aus teils sehr guten Vorträgen von Fulbright-Officials und Stipendiaten zur politischen Situation in ihrem Land, einer Wahlsimulation (bei der mein Team kläglichst untergegangen ist, aber es war trotzdem ein großer Spaß!!!), und einer großen Stadtführung. Einer der Main-Acts, die Diskussion mit High-School-Studenten aus der Region, fiel aufgrund von Glatteis leider aus, aber so blieb schon mehr Zeit für die vielbesungenen Museen der Smithsonian Instituition, die allesamt groß, großartig und großzügig (da kostenfrei) sind! Auf der Fotoseite werde ich einiges dazu erklären.

Der Baustil von Washington gefällt mir überhaupt nicht. Huch! Ja, die Stadt ist zwar geordnet, wohlorganisiert, unglaublich sauber, und sogar die Metro funktioniert zuverlässig - aber wenn mehreren Generationen von Städteplanern in bald 300 Jahren nichts anderes einfällt als griechische Säulen, Marmortempel, noch größere Tempel und noch protzigere Säulen, dann finde ich das schon ein bisschen enttäuschend.

Natürlich soll eine Hauptstadt repräsentativ wirken, und ein bisschen Angabe ist sicher auch in Ordnung. Aber warum sieht jedes, wirklich JEDES Repräsentationsgebäude gleich aus, und warum ausgerechnet in den USA, dem Land, das die Architektur des 20. Jahrhunderts geprägt hat wie kein zweites?

Hat man sich aber erstmal an den immer gegenwärtigen Prunk gewöhnt, hat die Stadt außer Museen noch einiges mehr zu bieten! Man kann nämlich auch fein essen gehen (war ich zweimal :) ), fein trinken gehen (war ich auch), und sehr gehoben weggehen (hab ich mir auch nicht entgehen lassen). Die vielen Grünflächen sind wirklich toll, und machen vor allem das Regierungsviertel mit seinen Parks und den vielen Skulpturen-Gärten wirklich zu einer innerstädtischen Oase.
Sehr viel Spaß hat mir auch der "Homestay" gemacht. Dabei wurden wir in kleinen Gruppen von Fulbright-Alumni aus der Region nach Hause zum Essen eingeladen. Mein Gastgeber war ursprünglich als jordanischer Austtauschstudent an die Ostküste gekommen, und es war wirklich sehr angenehm und interessant, sich ausnahmsweise mal im unspießigen, anzugfreien Rahmen zu unterhalten.
Sehr gern wäre ich noch ein paar Tage nach New York gefahren (35$ roundtrip), aber die Uni ruft, und so musste ich Sonntag Nachmittag wieder das Flugzeug Richtung Westen besteigen.
Wer noch ein wenig mehr über meine 5 Tage im "Zentrum der Weltpolitik"erfahren mag, ist sehr herzlich eingeladen, sich die kommentierten Bilder anzuschauen!

Montag, 25. Februar 2008

Mission accomplished!

Nach einer tollen Woche in Washington D.C. und stundenlangen Flügen in allen möglichen Geräten, die die US-amerikanische Luftfahrt so zu bieten hat, bin ich seit heute morgen heil wieder in Corvallis angekommen!
Aufgrund der Tatsache, dass ich heute früh schon um 5.30 aufstehen musste, um den Greyhound von Eugene nach Corvallis zu erwischen, bitte ich den geschätzen Leser um Nachsicht: Blog-Artikel und Fotos folgen im Lauf des morgigen Tags!

Montag, 18. Februar 2008

Up, up and away...


...geht es morgen abend!
Das U.S. Department of State hat sich freundlicherweise bereiterklärt, mir ein viertägiges "Cultural Enrichment Seminar" in Washington D.C. zu spendieren, und genau dort hin werde ich morgen die Reise antreten!

Die letzten Wochen sind relativ ruhig verlaufen: Einmal abgesehen von einer kleinen Autopanne im Tiefschnee auf dem Rückweg von den Hotprings, der das Zusammentreffen mit zwei oregoner Originalen vorausging und an die sich eine abenteuerliche Fahrt auf einer Pickup-Pritsche anschloss, gingen die letzten Wochen eher unspektakulär durchs Land. Nicht dass es langweilig wäre, die Uni ist gut und aus irgendeinem Grund viel anspruchsvoller als letztes Term. Dementsprechend gab es leider in der letzten Zeit wenig abenteuerliche Unternehmungen, immerhin war ich am vergangenen Wochenende mit dem Uni-Outdoor-Sports-Programm auf einem Schneeschuhtrip mit anschließendem Hotsprings-Besuch. Die riesigen, tiefgrünen Bäume im drei Meter hohen Schnee sind immer wieder eindrucksvoll! Ein paar Fotos davon gibt es ab sofort auf meiner Fotoseite.
In Corvallis bricht bereits der Frühling aus - die ersten Krokusse lassen sich blicken und der blaue Kraaaaaak-Vogel kraaaaakt wieder nach Herzenlust. Nachbars Hühner legen Eier wie verrückt, und ich habe festgestellt: Das Gesetz, was es den Leuten hier untersagt, gleichzeitig im Auto zu kopulieren UND zu hupen, ist nicht ohne Grund geschaffen worden. Man staunt jeden einzelnen Tag über dieses Volk.
Wenn ich das so schreibe, wird mir klar, wie nötig mal ein eigener Blogartikel über die Amerikaner ist - und ich verspreche, dass ich das nächste Regenwochenende dazu nutzen werde.
Es ist Mitternacht, und ich muss noch mein Säckli packen, I apologize und verspreche dem geneigten Leser einen ausführlichen Bericht über die Stadt mit dem Haus mit dem bösen Mann drin.
Bis dahin empfehle ich die aktualisierte Fotoseite zur Unterhaltung!

Take care.